Die chilenische Stadt der Dichter – Santiago de Chile

Der Flughafen in La Paz ist der höchstgelegene, internationale Flughafen der Welt und darf wegen der geringen Dichte der Luft nur von besonderen Maschinen angeflogen werden. Die Lande- und Startbahnen sind darüber hinaus auch noch länger als gewöhnlich, denn die Flugzeuge benötigen länger um genug Auftrieb für den Start zu bekommen. Trotzdem konnten wir den Flug von La Paz nach Santiago de Chile ohne Probleme in unsern LAN-Pass miteinbauen und so fuhren wir am 27.06. ein letztes Mal mit dem Colectivo durch die Straßen von La Paz zum Flughafen. Als unsere kleine Maschine wackelnd abhob genossen wir noch einmal den Blick auf die Cordillera Real, das Hochplateau der Anden und den Titicacasee der sich bis zum Horizont erstreckte wo die Sonne langsam versank.

Nach nur einer Stunde Flug landeten wir in Iquique, einer kleinen Stadt im Norden Chiles, wo wir seltsamerweise aus dem Flugzeug aussteigen und nach Chile einreisen mussten um dann wieder ins selbe Flugzeug einzusteigen um die 2. Etappe anzutreten. Wir landeten etwa um 22.30 Uhr im dunklen Santiago de Chile und fanden sofort unseren zuvor gebuchten Shuttle-Service in die Stadt. Schon vor 2 Wochen entschieden wir uns dazu, in Santiago mal etwas Neues auszuprobieren: Couchsurfing. Couchsurfing ist eine Art Internet-Community in der Leute ihre Couch anbieten, sich also dazu bereiterklären, weltoffene Reisende wie uns bei sich aufzunehmen. Obwohl wir schon seit Ewigkeiten beim Couchsurfing angemeldet sind hatten wir es bisher nie geschafft – doch jetzt war unsere Zeit gekommen. Weiterlesen »

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Die Bolivien-Bilanz

Wir müssen gestehen riesige Angst vor Bolivien gehabt zu haben, denn was wir darüber hörten war unglaublich: Raub im Taxi, Passdiebstahl im Hotelzimmer und Hochstabler-Polizisten die Touristen auf offener Straße ausnehmen. Obwohl wir diese Geschichten wirklich aus erster Hand von Leuten hatten, die wir unterwegs getroffen haben, ist Bolivien dennoch nicht so super unsicher wie sein Ruf.

Zu zweit unterwegs zu sein bringt einige Vorteile und einer davon ist eben vier Augen zu haben wo andere nur zwei haben. Wir sind auch etwas abgebrühter (dank Indien wohl) und trauen erstmal niemandem der uns auf der Straße anspricht. Die meisten Diebstähle treffen leichtgläubige Touristen, die eben in fragwürdige Taxis einsteigen, irgendwelchen fremden Leuten sofort vertrauen oder ihr Gepäck unbeaufsichtigt lassen. Uns wurde nichts geklaut und wir hatten nie das Gefühl irgendwie in eine brenzlige Situation zu geraten. Weiterlesen »

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Einmal auf 400 Meter in den Regenwald und zurück

Nach einem kurzen Zwischenstopp in La Paz ging es für uns weiter in den Regenwald. So war zumindest der Plan, denn es gab noch ein paar Probleme zu lösen vorher. Die Regierung Morales hatte nämlich ein paar Tage zuvor ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass alle Autos verbieten sollte, die älter als 12 Jahre sind. Das betrifft grob geschätzt 95% aller hier fahrenden Autos und natürlich damit auch das ganze öffentliche Transportwesen, welches hier ja bekanntlich aus Minibussen uns uralten Taxis besteht. Daraufhin drohten die Bolivianer Morales mit einem Generalstreik – das tun sie hier öfters – und es gab Gespräche zwischen Vertretern der Minibus-Gewerkschaft und der Regierung. Blöderweise waren die erst um 17 Uhr und der Streik war für den nächsten Morgen angesetzt – vorausgesetzt natürlich die Sitzung der Parteien wäre erfolglos. Irgendwann gegen 22 Uhr erreichte uns dann die Nachricht, dass es Morgen wohl einen Streik geben würde.

Unser Wecker klingelte also um 4:30 Uhr morgens, denn wir mussten etwas Puffer einplanen, denn durch einen Streik wäre auch unser Weg zum Flughafen verlängert wurden. Irgendwie kam das gerufene Taxi jedoch pünktlich um 5 Uhr und der Fahrer erklärte uns, dass es heute keinen Generalstreik geben würde – die Regierung hatte den Gesetzentwurf zurückgenommen und will ihn nochmal überdenken. Wunderbar, extra früh aufgestanden und am Ende wars ganz umsonst. Weiterlesen »

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Der lange Weg des Silbers

Bereits um 20 Uhr fanden wir uns im beheizten (!) Büro der Busgesellschaft, die uns nach Potosi bringen sollte, ein, denn wir waren es Leid im Internet-Cafe herumzugammeln. Nach einer Stunde Warten durften wir dann auch endlich in den Bus, bekamen aber keine Decken, wie uns am Morgen eigentlich versprochen wurde. Begründung: Es ist Samstag und es weiß ja wohl jeder, das am Samstag Waschtag für Decken ist. Nunja, streiten hilft auch nicht viel und wir hatten ja immerhin unsere Schlafsäcke. Also kuschelten wir uns in unsere 3 Pullis, den Schlafsack und unsere warmen Mützen und bewegten uns nicht mehr, damit auch ja nichts verrutscht und eine Körperstelle der eiskalten Luft preisgibt. Zu allem Überfluss schloss unser Fenster auch nicht richtig sondern wurde alle 5 min durch das Ruckeln des Busses aufgeschoben. Was eine Busfahrt, mal wieder.

Wir waren doch recht glücklich als unser Bus gegen halb eins endlich in Potosi, der höchsten Stadt der Welt, ankam. Ein Taxi brachte uns zum vorher gebuchten Hostal in dem sie nichts von unserer Reservierung wussten – aber da sie eh freie Zimmer hatten war das kein Problem, also rein in die warme Stube denn das Hostal zeichnete sich durch ein Heizsystem aus.
Doch irgendwie forderte das vorangegangene hastige Reisen für eine Woche und die eisige Busfahrt ihren Tribut: wir fühlten uns schlapp und unser Magen-Darm-Trakt wollte auch mal wieder nicht so richtig. Da kam es uns ganz gelegen, dass zufällig gerade Pfingstwochenende war, was die Bolivianer natürlich dazu nutzen um ganz viel Fiesta zu machen. Egal, wo wir hingingen, wir sahen und hörten ständig und überall irgendeinen Festtagszug mit Pauken und Trompeten. Aus diesem Grund hatten natürlich auch alle Geschäfte und Restaurants geschlossen sodass wir nicht viel mehr machen konnten als durch die Stadt zu schlendern und frisch gepressten Orangensaft zu trinken (wenn unser Magen es erlaubte). Weiterlesen »

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Salzige Angelegenheit mit eisigen Nächten

Nächster Morgen. Um 7 Uhr stehen wir gerädert vom Vortag auf, packen unsere Sachen und holen Louisa und Hanna in ihrem Hotel um die Ecke ab. Von dort nehmen wir ein Taxi zum großen Busterminal von La Paz und haben Glück: in 5 min fährt ein Bus nach Oruro von wo aus wir in den Zug nach Uyuni umsteigen. Die Zugtickets haben Louisa und Hanna vor ein paar Tagen in einem Reisebüro in La Paz besorgt – dementsprechend haben wir natürlich statt 56 Bolivianos 86 Bolivianos pro Person gezahlt. Doof gelaufen, vor allem, weil es sogar ein Office von der Zuggesellschaft In La Paz gibt, aber da wir alles in Eile gebucht haben, haben wir leider nicht gründlich genug recherchiert.

Unser Bus kam pünktlich in Oruro, einer wirklich hässlichen Stadt mitten im Nirgendwo, an und so hatten wir genügend Zeit um uns ein nettes Lokal und dessen Mittagstisch auszusuchen. Wir nahmen vom Busterminal ein Taxi in die Stadt und der Preis kam uns mit 4 Bolivianos für die kurze Strecke auch sehr gerecht vor – haha, von wegen, der gute Mann meinte nämlich 4 Bolivianos pro Person was unsere Vorstellungen bei weitem überstieg doch da wir ja schon im Stadtzentrum angekommen waren, waren wir natürlich im Nachteil. Also einigten wir uns letztendlich auf 10 Bolivianos, was einem Euro entspricht und machten uns auf die Suche nach einem Mittagessen.
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  • Wo wir waren

  • Wo wir sind

    Wir sind wieder zurück in Deutschland .
  • Kuriositäten

    So geschehen am 11.02.2011 auf der Busfahrt von Mandalay nach Bagan
    Wir sitzen gerade während einer Fahrpause mit einem französischen Pärchen bei einer Tasse Tee, als sich der gut gekleidete Burmese neben uns an Lara wendet: "Excuse me, is this man Elvis Presley?" Er zeigt dabei auf Chris und scheint es völlig ernst zu meinen. Als wir seine Frage verneinen bedankt er sich höflich und wendet sich verwirrt wieder seinem Tischnachbarn zu. Fünf Minuten später fragt er Chris verschüchtert, ob er ein Photo von ihm machen darf.
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